Nämlich: The National Bank im Knust. Angekündigt als supergroup scandinave, betreten die Bühne:
- 1 zauselbärtiger Mann mit (ja!) Holzfällerhemd,
- 1 seltsam frisierte Saitenbedienungsclique,
- 1 Keyboarder mit Schnurrbart, aber langen Haaren,
- der Schlagzeuger von Truck Stop, verkleidet mit vorgeblich stilsicherem Shirt.
(Soweit man das durch den zuvor eingeblasenen Großraumdunst erkennen kann.)
Also.
Erster Versuch: Atmosphäre. Es blitzt einem entgegen: New-Rave-Licht. Hübsch lila, man ist jedoch geblendet. Bewegungsfreiheit dafür bestens. Der Zauselbart hebt an, aber der Dunst scheint neben Sauerstoff und Farben auch den Grundtonbereich abgesaugt zu haben. Oder es ist die Stimme. Hm.
Zweiter Versuch: Die Musik. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier Synthie. Möchte gern klingen wie Talking Heads, ist aber Genesis (wie in „Phil Collins“). Hm, hm.
Dritter Versuch: Musik, nochmal. Die Harmonien kaum erkannbar, die Melodien süßlich, die Rhythmen abgeschmackt, garniert mit vorhersehbaren Registerwechseln und Indie-Gepose. Hm, hm, hm.
Letzter Versuch: Das Publikum. Zedtwitz! Selige Provinz! Debiles Grinsen resp. Kopfnicken, Jubel auf jede (jede!) Stimmungsnachfrage, Einigkeit in der Geschmacksenthaltung. Der Stadt schönste Frau in der zweiten Reihe: Nutzlos. Tja.
Fazit. Entweder, um Hamburgs letzte Instanz in Stilfragen zu zitieren: „Was das denn für ne Scheiße?“ Oder: Ich war einfach nicht in der Stimmung.
P.S.: In den Zugaben gab es Space-Sounds.
(Engelbert Engelbart)
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