Hamburg, Schwammburg.

Schanghaien

8. April 2008 · Kommentar schreiben

Erweitern Sie Ihren Grundwortschatz! Heute: Schanghaien.

Schanghaien bezeichnet in der Seemannssprache das gewaltsame Rekrutieren von Seeleuten, auch Pressen genannt. Wikipedia sagt: „In europäischen und nordamerikanischen Häfen (besonders aber in britischen) des 18. und 19. Jahrhunderts musste damit gerechnet werden: Presskommandos (teilweise Pressgangs genannt), bewaffnete Bootsbesatzungen, rekrutierten und vervollständigten die Mannschaft von Kriegsschiffen, indem sie Hafenviertel, zumal Seemannskneipen und Bordelle durchkämmten und mit Gewalt alle aufgriffen, derer sie habhaft werden konnten. Nicht selten wurden durch Schanghaien auch Besatzungen von Handelsschiffen ergänzt. Seeleute wurden durch Alkohol oder Niederschlagen betäubt, an Bord gebracht, unter Deck versteckt und erst an Deck gebracht, wenn das Schiff die offene See erreicht hatte. Für die Verschleppten war das bürgerliche Leben damit zumeist zu Ende. Es blieben ihnen nur zwei Möglichkeiten, sich entweder an Bord nachträglich freiwillig zu melden und damit doch noch das Werbegeld zu bekommen, oder sich als gepresst eintragen zu lassen und kein Werbegeld zu bekommen.“

Die Sache mit den Seemannskneipen und dem Ende des bürgerlichen Lebens kommt mir vage bekannt vor.

(Jacky Lourdes)

Kategorien: Schwall und Bauch

0 Antworten bis hierher ↓

  • Bis jetzt noch kein Kommentar ... Bring die Sache ins Rollen, und füll das untere Formular aus.

Kommentar schreiben